DeepL und KI: Gibt es einen MCP-Server für DeepL?
Von DeepL selbst gehostet, mit Anmeldung über das DeepL-Konto. Free und Tarife mit Nutzerplätzen sind laut DeepL abgedeckt, die Limits unterscheiden sich.
DeepL und KI auf einen Blick
| Offizieller MCP-Server | Ja, mcp.deepl.com, laut DeepL für DeepL Free und Tarife mit Nutzerplätzen; ein weiterer Endpunkt für API-Keys steht in den Nutzungsbedingungen |
|---|---|
| MCP-Server aus der Community | Ja, etwa watchdealer-pavel/deepl-mcp-server (MIT, braucht einen API-Key). DeepL veröffentlicht außerdem einen eigenen lokalen Server. |
| Schnittstelle | DeepL API (REST) mit API-Key; Endpunkt `api.deepl.com` (Pro) oder `api-free.deepl.com` (Free) |
| KI im Produkt | DeepL Write (Umformulieren, Korrigieren) und DeepL Voice; laut DeepL werden Texte nicht zum Training verwendet |
| Hersteller | DeepL SE Übersetzung |
Stand: November 2026. Geprüft an den Quellen des Herstellers, siehe Quellen.
DeepL ist ein Übersetzungs- und Schreibdienst aus Köln. Wer einen KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT mit DeepL arbeiten lassen will, fragt zuerst: Gibt es dafür einen MCP-Server, und welcher Tarif ist nötig?
Kurz gesagt
Ja. DeepL betreibt einen offiziellen, zentral gehosteten MCP-Server. Laut DeepL melden sich Nutzer mit ihrem DeepL-Konto an, ein API-Key ist nicht nötig. Die Limits pro Anfrage hängen vom Tarif ab. Zum Verarbeitungsort des MCP-Servers haben wir keine Angabe gefunden.
Was DeepL selbst anbietet
Den gehosteten MCP-Server. DeepL beschreibt ihn in der Entwicklerdokumentation. Er läuft über Streamable HTTP unter https://mcp.deepl.com/v1/mcp. Die OAuth-Metadaten nennen dynamische Client-Registrierung und Client-ID-Metadaten-Dokumente. DeepL führt den Server in den Verzeichnissen von Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot. Andere Clients tragen die URL als eigenen Konnektor ein.
Werkzeuge. Laut Dokumentation gibt es bis zu 29 Werkzeuge. Sie übersetzen Text, laden Dokumente und Bilder hoch und holen das Ergebnis ab, formulieren um, korrigieren und listen Sprachen. Dazu kommen Werkzeuge für Glossare, Stilregeln und eigene Anweisungen. Die Dokumentation führt auch löschende Werkzeuge, etwa delete-glossary und delete-style-rule-set. Die Leistungsbeschreibung in den Nutzungsbedingungen nennt dagegen nur lesenden Zugriff auf Glossare, Stilregeln und Anweisungen. Den Widerspruch haben wir nicht aufgelöst. Die Werkzeuge hängen laut DeepL von Tarif und Rechten ab. Stilprofile lassen sich über den Server nicht anlegen oder ändern.
Tarife. Laut DeepL gilt der Server für DeepL Free und für Tarife mit Nutzerplätzen. Free kann laut Dokumentation keine Glossare und Stilregeln anwenden und keine Formalität oder Anweisungen pro Anfrage setzen. In Tarifen mit Nutzerplätzen geht das, das Anlegen und Ändern hängt von den Teamrechten ab. Umformulieren und Korrigieren gelten dort, wenn der Tarif DeepL Write enthält.
Limits pro Anfrage. Laut Dokumentation:
- Zeichen pro Übersetzungsanfrage: 5.000 in Free, 128.000 in Tarifen mit Nutzerplätzen.
- Zeichen pro Umformulieren oder Korrigieren: 2.000 in Free, 128.000 in Tarifen mit Nutzerplätzen.
- Texte pro Anfrage: 50. Zielsprachen pro Anfrage: 10. Jede Zielsprache zählt für das Kontingent als eigene Übersetzung.
- Eigene Anweisungen: bis zu 10 pro Anfrage mit je 300 Zeichen, nur in Tarifen mit Nutzerplätzen.
Die Nutzung über den Server zählt laut Nutzungsbedingungen auf das Kontingent des Tarifs. DeepL nennt keine getrennte Rechnung für den Server.
Dokumente. Dokumente laufen laut DeepL außerhalb des Modellkontexts: Der Assistent startet den Upload, die Datei geht direkt zu DeepL. Kann der Assistent mcp.deepl.com nicht erreichen, zeigt er ein Upload-Fenster im Chat. Bei Claude Team und Enterprise muss ein Owner dafür unter „Organization settings > Capabilities“ den Netzwerkzugriff für mcp.deepl.com erlauben. PNG- und JPEG-Dateien dürfen laut DeepL bis 3 MB groß sein.
Konto oder API-Key. Es gibt zwei Wege. Beim Konto-Weg gilt der Tarif der angemeldeten Person. Beim API-Weg nennen die Nutzungsbedingungen den Endpunkt mcp-api.deepl.com. Er nutzt denselben API-Key wie api.deepl.com und wird wie die API abgerechnet, soweit der API-Tarif MCP einschließt. Die Entwicklerdokumentation zum Server beschreibt diesen zweiten Endpunkt nicht. Ein Aufruf ohne Anmeldung antwortete mit 401, der Endpunkt ist also erreichbar. Mehr haben wir nicht geprüft.
Eine REST-API. Die DeepL API ist eine HTTP-Schnittstelle mit API-Key im Header Authorization. Pro-Konten nutzen https://api.deepl.com, Free-Konten https://api-free.deepl.com. Den API-Key legt man laut DeepL nicht in Client-Code.
Claude-Plugin. DeepL/claude-plugin ist ein offizielles Plugin für Claude Code (MIT). Laut README braucht es ein passendes DeepL-Abo und öffnet beim ersten Zugriff die DeepL-Anmeldung. Das Repository wird laut README aus einem privaten Repository erzeugt.
KI im Produkt. Über den Server erreicht der Assistent DeepL Write zum Umformulieren und Korrigieren. DeepL Write Pro und DeepL Voice führen die Nutzungsbedingungen als eigene Leistungen. Laut DeepL werden über den Server gesendete Texte nie zum Training der DeepL-Modelle genutzt. Die API-Dokumentation merkt an, dass die Datenbehandlung zwischen Free und Pro abweichen kann. Welche Regel für Free gilt, haben wir nicht geklärt: Das Hilfe-Center von DeepL hat unsere Abfrage blockiert.
Der Docs-MCP-Server. Unter https://developers.deepl.com/mcp bietet DeepL einen zweiten, schreibgeschützten Server. Er durchsucht nur die Entwicklerdokumentation, braucht keine Anmeldung und übersetzt nichts.
Anbieter und Vertrag. Vertragspartner ist laut Nutzungsbedingungen die DeepL SE, Maarweg 165, 50825 Köln. Das Impressum nennt das Amtsgericht Köln, HRB 104617. Die Datenschutzerklärung führt weitere Konzerngesellschaften auf, darunter DeepL AI GmbH, DeepL US Inc. und DeepL UK Ltd. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag schließt DeepL laut Datenschutzerklärung auf Anfrage über privacy@deepl.com.
Datenverarbeitung. Laut DeepL werden Text-Anfragen über den Server nicht über die Anfrage hinaus gespeichert. Dokument-Sitzungen bleiben kurz erhalten und werden dann gelöscht. Der Verkehr ist verschlüsselt, und der Server spricht laut DeepL nur mit eigenen Diensten. Zum Ort: Laut Datenschutzerklärung übersetzt DeepL Dokumente bei DeepL Pro und DeepL Translator auf Infrastruktur im EWR. Zum MCP-Server steht dort nichts. Die Nutzungsbedingungen lassen DeepL den Ort der Verarbeitung bestimmen, der etwa vom Standort des Kunden abhängen kann. Für die API nennt DeepL api.deepl.com als EU-Standard. Regionale Endpunkte (USA, Japan) gibt es nur mit einem unterzeichneten Zusatz. Für den MCP-Server nennt DeepL keinen Ort. Laut Nutzungsbedingungen ist er für Abos mit Data-Residency-Zusatz derzeit nicht verfügbar. Deshalb setzen wir bei dieser Seite keine Datenort-Angabe.
Was die Community und Dritte anbieten
DeepL/deepl-mcp-server ist DeepLs eigener lokaler Open-Source-Server (MIT, zuletzt am 5. November 2026 aktualisiert). Er braucht Node.js 18 und einen API-Key, läuft über stdio und hat 13 Werkzeuge, darunter translate-text, translate-document und rephrase-text. Glossare, Stilregeln und Anweisungen sind dort nur lesbar. Die README verweist für neue Funktionen auf den gehosteten Server. Aus der Community gibt es etwa watchdealer-pavel/deepl-mcp-server (MIT, laut README 24 Werkzeuge, braucht die DeepL API). Auch Zapier führt einen „DeepL MCP“ als Dienst von Zapier, der über ein Zapier-Konto läuft. Laut Zapier-Seite gibt es Aktionen wie Text übersetzen, Text verbessern, Glossar anlegen, bearbeiten und löschen, Glossar suchen und Verbrauch prüfen. Die Seite belegt nicht, welche Tarife oder Limits gelten. Das ist keine Community-Lösung und nicht von DeepL.
Was das für Ihr Unternehmen heißt
- Wer den Server über das DeepL-Konto nutzt, braucht keinen API-Key. Die Limits und Funktionen hängen vom Tarif ab, in Free sind sie deutlich enger.
- Wenn Dokumente übersetzt werden sollen, prüfen Sie bei Claude Team oder Enterprise den Netzwerkzugriff für
mcp.deepl.com. - Wenn Ihr DeepL-Vertrag einen Data-Residency-Zusatz enthält, ist der MCP-Server laut Nutzungsbedingungen derzeit nicht verfügbar.
- Klären Sie den Verarbeitungsort mit DeepL, wenn er für Sie zählt. Die öffentlichen Quellen nennen ihn für den MCP-Server nicht.
- Was beim KI-Assistenten ankommt, unterliegt dessen Bedingungen, nicht mehr denen von DeepL.
MCP ausführlich erklärt, mit den Fragen, die IT-Abteilungen vor der Anbindung stellen: Ratgeber „Was ist MCP?“
Was ein MCP-Server ist und wie wir ihn bauen: MCP-Server von dectria
Häufige Fragen
Fragen zu DeepL und KI
Gibt es einen MCP-Server für DeepL?
Welche Limits gelten?
Brauche ich einen API-Key?
Kann ein Admin den Zugriff sperren?
Wo werden die Daten verarbeitet?
DeepL hat einen MCP-Server.
Wir helfen, ihn sicher einzuführen.
Welche Assistenten erlaubt sind, welche Rechte sie bekommen, was sie ändern dürfen und wie das zu Ihrem Datenschutz passt.
Einführung besprechen