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Google Workspace und KI: Gibt es einen MCP-Server für Google Workspace?

Offizielle Server für Gmail, Drive und Kalender, derzeit Developer Preview. Claude bringt eigene Konnektoren mit.

Google Workspace und KI auf einen Blick

Offizieller MCP-Server Ja, Gmail, Drive, Kalender und mehr, Stand: Developer Preview
MCP-Server aus der Community Ja, etwa taylorwilsdon/google_workspace_mcp
Schnittstelle REST APIs für Gmail, Drive und Kalender, Zugriff auf Nutzerdaten über OAuth 2.0 oder Dienstkonten
KI im Produkt Gemini in Workspace, kein Training mit Kundendaten ohne Erlaubnis
Hersteller Google Office & Zusammenarbeit

Stand: November 2026. Geprüft an den Quellen des Herstellers, siehe Quellen.

Google Workspace ist die Büro-Suite von Google mit Gmail, Drive, Kalender, Docs, Sheets und mehr. Wer Claude oder einen anderen KI-Assistenten mit E-Mails, Dateien und Terminen arbeiten lassen will, fragt zuerst: Gibt es dafür einen MCP-Server?

Kurz gesagt

Ja. Google betreibt offizielle MCP-Server, einen je Produkt. Sie tragen den Status Developer Preview, also noch keine allgemeine Verfügbarkeit. Für Claude gibt es außerdem fertige Konnektoren von Anthropic für Gmail, Kalender und Drive.

Was Google selbst anbietet

Die MCP-Server. Laut Google hat jedes Workspace-Produkt einen eigenen Server. Gmail läuft unter https://gmailmcp.googleapis.com/mcp/v1, Drive unter https://drivemcp.googleapis.com/mcp/v1 und Kalender unter https://calendarmcp.googleapis.com/mcp/v1. Dazu kommen Docs, Sheets, Slides, Chat, People und Classroom. Die Google-Cloud-Übersicht führt Gmail, Drive, Kalender, Docs, Sheets, Slides, Chat und People sowie einen Universal-Search-Server als Developer Preview, die Konfigurationsseite auch Classroom. Wir fanden bei keinem dieser Server eine Angabe zur allgemeinen Verfügbarkeit; die Release Notes nennen sie bis zum 29. Oktober 2026 weiter als Developer Preview. Google beschreibt das Programm so: Funktionen im Preview dürfen vor der Ankündigung der allgemeinen Verfügbarkeit nicht in öffentlichen Anwendungen stehen. Eine Ankündigung vom 1. Mai 2026 nennt den Start als öffentliche Developer Preview.

Was die Werkzeuge können. Die Referenzen nennen für Gmail unter anderem Suchen, Lesen, Entwürfe anlegen und Labels setzen. Ein Werkzeug zum Senden oder Löschen steht dort nicht. Für Drive nennt die Referenz Suchen, Lesen, Herunterladen, Anlegen und Kopieren, kein Löschen. Für Kalender nennt sie Anlegen, Ändern, Löschen und Beantworten von Terminen. Die Konfigurationsseite listet für Kalender allerdings nur Lese-Scopes. Welche Rechte das Schreiben braucht, haben wir nicht klären können.

Anmeldung und Einrichtung. Die Server nutzen OAuth 2.0. Laut Google braucht man die Mitgliedschaft im Developer Preview Program, ein Google-Cloud-Projekt, die aktivierten MCP-Dienste und einen eigenen OAuth-Client mit der Option „Use this client for an AI-powered agent“. Ab dem 11. November 2026 lehnen die Server laut den Release Notes Anfragen von OAuth-Clients ab, die nicht so markiert sind. Der Assistent erbt laut Google die Berechtigungen des Benutzers. Google warnt vor indirekter Prompt Injection und rät, alle Aktionen des Assistenten zu prüfen.

Wer sie nutzen kann. Die Ankündigung nennt die Verfügbarkeit „für alle Google-Workspace-Kunden und Entwickler“, mit gestaffeltem Rollout ab dem 1. Mai 2026. Administratoren müssen laut Google nichts tun und steuern den API-Zugriff in der Admin-Konsole unter „Sicherheit > API-Steuerung“. Eine Einschränkung nach Tarif oder Land fanden wir nicht. Der Zugang setzt die Mitgliedschaft im Developer Preview Program voraus.

Mit Claude. Google beschreibt die Einrichtung als eigenen Konnektor in Claude.ai oder Claude Desktop. Das setzt laut Google einen Claude-Tarif Enterprise, Pro, Max oder Team voraus.

Eigene Konnektoren von Anthropic. Laut Claude Help Center gibt es Konnektoren für Gmail, Google Calendar und Google Drive, dazu Docs, Sheets und Slides. Sie können laut Anthropic E-Mails senden, Termine ändern sowie Drive-Dateien teilen, verschieben und in den Papierkorb legen, standardmäßig nach Ihrer Freigabe. In Team- und Enterprise-Tarifen muss ein Owner sie zuerst aktivieren; womöglich muss zudem ein Google-Workspace-Administrator Claude als vertrauenswürdige App zulassen. Grenzen laut Anthropic: Von Gmail-Anhängen liest Claude nur Metadaten, aus Drive-Dateien nur Text, Drive-Dateien lassen sich nur in private Projekte aufnehmen, und es gelten die API-Kontingente von Google. Die Live-Bearbeitung von Docs, Sheets und Slides im Seitenbereich läuft nur im Web in Chrome oder in Claude Desktop mit eingebautem Browser. Getrennt davon bietet Anthropic laut Claude Help Center ein Add-on „Claude for Google Workspace“ als Beta für Pro, Max, Ultra, Team und Enterprise an. Es ist eine Seitenleiste in Docs, Sheets und Slides. Anthropic schreibt, es trainiere seine Modelle nicht mit den Daten aus diesen Konnektoren. Ausnahme: Kopiert ein Nutzer eines Privatkunden-Tarifs mit aktivierter Trainingsfreigabe Inhalte in den Chat, können sie laut Anthropic zum Training dienen.

REST APIs. Für Gmail, Drive und Kalender gibt es REST APIs. Für Nutzerdaten nennt Google OAuth-2.0-Client-IDs oder Dienstkonten mit domainweiter Delegierung.

Verwaltung. Für Gemini Enterprise beschreibt die Google-Hilfe ein Agent Gateway, das Richtlinien aus der Admin-Konsole auf die Workspace-MCP-Server anwendet. Es ist optional.

KI im Produkt: Gemini in Workspace. Gemini ist die KI-Funktion in Gmail, Docs, Drive und weiteren Apps. Laut Google nutzt Workspace Kundendaten nicht zum Training von Modellen ohne vorherige Erlaubnis oder Anweisung des Kunden. Die Aussage gilt laut Google für qualifizierende Workspace-Tarife.

Datenstandort. Laut Google können Administratoren in bestimmten Tarifen Daten in den USA oder in Europa speichern lassen, zum Beispiel in Business Standard, Business Plus und den Enterprise-Tarifen. Die Verarbeitung deckt erst „Enterprise Data Regions“ und „Assured Controls Data Regions“ ab, etwa in Enterprise Plus. Die MCP-Referenzen für Gmail, Drive und Kalender nennen nur einen globalen Endpunkt. Ob die MCP-Server der Regionswahl folgen, steht in den von uns gelesenen Quellen nicht. Google weist darauf hin, dass Model Armor bei nicht unterstützten Regionen die Datenresidenz brechen kann.

Was die Community anbietet

taylorwilsdon/google_workspace_mcp ist ein Open-Source-Server (MIT) für zwölf Workspace-Dienste. Er läuft mit eigenem OAuth-Client im eigenen Google-Cloud-Projekt, lokal oder als eigener HTTP-Server. Er kommt nicht von Google. Das Google-Repository googleworkspace/cli ist ein Kommandozeilenwerkzeug und laut README kein offiziell unterstütztes Google-Produkt. Weitere Community-Server gibt es auf GitHub, etwa aaronsb/google-workspace-mcp (Apache 2.0). Wir haben sie nicht geprüft. Zapier führt eigene MCP-Seiten für Gmail, Google Calendar und Google Drive. Diese Seiten belegen nicht, wie Zapier Daten verarbeitet.

Was das für Ihr Unternehmen heißt

  • Die Google-Server sind Developer Preview. Planen Sie keine Abläufe, die auf einem festen Funktionsumfang beruhen.
  • Entscheiden Sie, ob Sie die Claude-Konnektoren oder die Google-Server nutzen. Beide laufen über Ihr Google-Konto und dessen Rechte.
  • Der Assistent liest Ihre E-Mails und Dokumente. Fremde Inhalte können versteckte Anweisungen enthalten. Prüfen Sie Aktionen vor der Freigabe.
  • Was beim KI-Assistenten ankommt, unterliegt dessen Bedingungen, nicht mehr denen von Google.
  • ChatGPT: Die Hilfeseiten von OpenAI blockierten unseren Abruf. Zu Tarifen, Regionen (auch EWR), Trainingsnutzung und zur Frage, ob ChatGPT die Google-MCP-Server als eigenen Konnektor annimmt, haben wir deshalb keine belegte Aussage. Prüfen Sie das in der OpenAI-Hilfe, bevor Sie planen.

MCP ausführlich erklärt, mit den Fragen, die IT-Abteilungen vor der Anbindung stellen: Ratgeber „Was ist MCP?“

Was ein MCP-Server ist und wie wir ihn bauen: MCP-Server von dectria

Häufige Fragen

Fragen zu Google Workspace und KI

Gibt es einen MCP-Server für Google Workspace?
Ja. Google betreibt eigene Server, einen je Produkt, zum Beispiel https://gmailmcp.googleapis.com/mcp/v1 für Gmail. Google führt sie als Developer Preview. Der Zugang läuft über das Google Workspace Developer Preview Program.
Kann Claude auf Gmail, Drive und Kalender zugreifen?
Ja, auf zwei Wegen. Claude bringt laut Anthropic eigene Konnektoren für Gmail, Google Calendar und Google Drive mit. Alternativ trägt man die Google-Server als eigenen Konnektor mit eigenem OAuth-Client ein.
Darf der Assistent E-Mails senden oder Dateien löschen?
Beim Google-Server für Gmail nennt die Werkzeugliste Entwürfe, aber weder Senden noch Löschen. Der Drive-Server nennt kein Löschwerkzeug. Der Kalender-Server nennt Anlegen, Ändern und Löschen von Terminen. Die Claude-Konnektoren von Anthropic können laut Anthropic E-Mails senden und Drive-Dateien in den Papierkorb legen, standardmäßig nach Freigabe.
Wo speichert Google Workspace die Daten?
Laut Google können Administratoren in unterstützten Tarifen eine Datenregion wählen, USA oder Europa. Ob die MCP-Server dieser Auswahl folgen, nennen die Quellen nicht.

Google Workspace hat einen MCP-Server.

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