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Matomo und KI: Gibt es einen MCP-Server für Matomo?

Offizieller MCP-Server von Matomo, laut Matomo in Matomo Cloud enthalten und für On-Premise als kostenloses Plugin. Anmeldung per API-Token oder OAuth 2.0, standardmäßig ausgeschaltet.

Matomo und KI auf einen Blick

Offizieller MCP-Server Ja, MCP-Server von Matomo, in Matomo Cloud enthalten, für On-Premise als Plugin
MCP-Server aus der Community Ja, etwa FGRibreau/mcp-matomo und kitconcept/matomo-mcp, beide MIT-lizenziert
Schnittstelle Analytics API mit API-Token oder OAuth 2.0
KI im Produkt Ask Matomo laut Matomo ab November 2026, dazu KI-Zielempfehlungen und Berichte zu KI-Verkehr
Hersteller InnoCraft Limited Webanalyse

Stand: November 2026. Geprüft an den Quellen des Herstellers, siehe Quellen.

Matomo ist eine Webanalyse-Software, die als Cloud-Dienst oder selbst betrieben (On-Premise) läuft. Wer einen KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT mit diesen Auswertungen arbeiten lassen will, fragt sich: Gibt es dafür einen MCP-Server?

Kurz gesagt

Ja. Matomo bietet einen offiziellen MCP-Server. Laut Matomo ist er in Matomo Cloud enthalten. Für On-Premise gibt es ihn als kostenloses Plugin. Der Zugriff ist standardmäßig ausgeschaltet und läuft mit den Rechten des angemeldeten Benutzers.

Was Matomo selbst anbietet

Den MCP-Server. Matomo beschreibt ihn in der Anleitung als Vermittlungsschicht zwischen KI-Werkzeug und Analysedaten. Er nimmt strukturierte Anfragen an, leitet sie an die Matomo Analytics API weiter und liefert die Daten zurück. Auswertung und Antwort übernimmt laut Matomo allein das angebundene KI-Werkzeug. Der Endpunkt hat die Form index.php?module=API&method=McpServer.mcp&format=mcp. Laut Plugin-Beschreibung umfassen die Werkzeuge Websites, Berichte, Berichts-Metadaten, Ziele, Segmente und Dimensionen. Ein Administrator kann zusätzlich den Zugriff auf die rohe Matomo API freigeben.

Einschalten. Ein Superuser aktiviert den Server unter Administration > System > Allgemeine Einstellungen > MCP Server. Laut Matomo gilt das für Cloud und On-Premise. Dort lässt sich auch eine höchste Rechtestufe festlegen, die über MCP erlaubt ist, und der Roh-API-Zugriff. Matomo nennt als Standard „keine Begrenzung“ bei der Rechtestufe und „kein API-Zugriff“ beim Roh-Zugriff.

Anmeldung. Laut Matomo braucht jede Anfrage ein gültiges Matomo-API-Token oder OAuth 2.0. Das Token erbt die Rechte seines Benutzers. Ab Matomo 6 lässt sich beim Erstellen eine Zugriffsstufe wählen, die nicht über den Rechten des Benutzers liegen darf. Bei OAuth 2.0 gelten die Scopes des OAuth-Clients. Matomo nennt Grenzen: Nicht alle Funktionen der OAuth-Spezifikation sind umgesetzt. Clients, die vollständig spezifikationskonforme Endpunkte voraussetzen, funktionieren laut Matomo womöglich nicht. Die Plugin-Beschreibung nennt dagegen eine automatische Erkennung des OAuth-Servers, wenn das OAuth-2.0-Plugin aktiv ist und der Client die MCP-Autorisierung unterstützt. Access-Tokens von OAuth gelten laut Matomo standardmäßig 3600 Sekunden, und das Erneuern muss derzeit von Hand geschehen. Matomo empfiehlt einen eigenen Benutzer mit wenigen Rechten für MCP.

Tarife und Plugin. Laut Matomo ist der MCP-Server in Matomo Cloud enthalten. Für On-Premise führt der Marketplace das Plugin „MCP Server“ als kostenlosen Download unter GPL v3+. Der Quellcode liegt bei matomo-org/plugin-McpServer. Die Marketplace-Seite nennt für Matomo 5.x mindestens Version 5.8.0-rc1 (für 6.x mindestens 6.0.0-b1) und PHP 8.1. Das Plugin ist laut Marketplace nicht für Matomo for WordPress verfügbar. Die Preise von Matomo Cloud haben wir nicht ausgewertet.

Claude, ChatGPT und weitere Assistenten. Matomo veröffentlicht Anleitungen für mehrere Clients:

  • Claude Code: per Token im Authorization-Header (laut Anleitung auch mit einem OAuth-Zugriffstoken).
  • Claude Desktop: als eigener Konnektor mit OAuth 2.0. Laut Matomo (Stand August 2026) unterstützt Claude hier kein Token.
  • ChatGPT im Web: als eigener MCP-Server mit OAuth. Voraussetzung ist laut Matomo ein ChatGPT-Konto mit aktiviertem Entwicklermodus.
  • OpenAI-Desktop-App und Codex CLI: per Token oder OAuth 2.0.
  • Mistral AI: per Token.
  • Microsoft Copilot Studio: über einen eigenen Konnektor in Power Apps, per Token.
  • Andere Clients: laut der allgemeinen Anleitung möglich, wenn sie einen entfernten MCP-Server mit Token oder OAuth ansprechen.

Ob Ihr Claude- oder ChatGPT-Tarif eigene Konnektoren erlaubt, steht nicht bei Matomo. Das regeln Anthropic und OpenAI.

Eine API. Die Analytics API liefert alle Berichte und verwaltet laut Matomo auch Websites, Benutzer, Rechte und Ziele, auch zum Löschen. Sie nutzt ein API-Token oder OAuth 2.0.

KI im Produkt. Laut Matomo erscheint „Ask Matomo“ im November 2026. Es ist ein optionaler KI-Chat für angemeldete Benutzer. Ein Superuser muss ihn erst einschalten. Bei Matomo Cloud läuft er laut Matomo über Amazon Bedrock von AWS. Matomo nutzt nach eigener Angabe, soweit das Modell es zulässt, nur EU-Regionen. Modelle mit globaler oder regionsübergreifender Verarbeitung können Anfragen laut Matomo außerhalb der EU verarbeiten. Die KI-Zielempfehlungen sind laut Matomo in Matomo Cloud nutzbar und für On-Premise angekündigt. Dazu kommt ein Referrer-Kanal „AI Assistant“, der Besuche aus KI-Werkzeugen wie ChatGPT, Claude und Gemini getrennt ausweist. Das ist Webanalyse über KI-Verkehr, kein KI-Assistent.

Datenstandort. Laut Preisseite liegen die Daten bei der Cloud-Variante in Frankfurt, Deutschland. Bei On-Premise wählen Sie den Standort selbst. Laut Datenschutzerklärung liegen die Daten und Sicherungen von Matomo Cloud in Europa. Matomo Cloud betreibt laut dieser Erklärung InnoCraft Limited, eine in Neuseeland registrierte Firma. Wo der MCP-Endpunkt von Matomo Cloud im Einzelnen läuft, haben wir nicht gefunden. Den KI-Anbieter (etwa OpenAI oder Anthropic) behandelt Matomo laut Datenschutzhinweis als Empfänger, der die Daten unabhängig von Matomo verarbeitet. Matomo empfiehlt, ihn in der Datenschutzerklärung zu nennen und vorab eine Datenschutz-Prüfung zu machen.

Was die Community und Dritte anbieten

Es gibt mehrere freie Server. FGRibreau/mcp-matomo (MIT, in Rust geschrieben) erzeugt Werkzeuge aus der API Ihrer Matomo-Instanz. Laut README ist er standardmäßig nur lesend. Mit dem Schalter --enable-writes kommen Werkzeuge für Ziele und Trichter hinzu, darunter zum Löschen. kitconcept/matomo-mcp (MIT, Python) greift laut README per API-Token auf die Reporting API zu. Das Repository hatte seinen letzten Commit im November 2025.

Kommerzielle Angebote nennen wir getrennt. Laut Openmost betreibt die Matomo-Agentur einen gehosteten MCP-Server mit rund 73 Werkzeugen und OAuth-Anmeldung über ein Openmost-Konto. Daneben gibt es einen Client, ein kleines Node.js-Programm für Claude Desktop. Es ist laut Openmost kostenlos, braucht aber ein Openmost-Token, das laut README auf Anfrage über ein Kontaktformular kommt. Matomo-Adresse und Matomo-Token gehen laut README bei jeder Anfrage an den Openmost-Server. Das Repository hat laut Openmost keine Lizenzdatei. Die Preise des gehosteten Servers haben wir nicht gefunden. Windsor.ai bietet laut eigener Seite einen Konnektor an, der Matomo-Daten in Claude bringt. Was diese Seiten über Rechte und Datenwege nicht belegen, haben wir nicht geprüft.

Was das für Ihr Unternehmen heißt

  • Der MCP-Server ist ausgeschaltet, bis ein Superuser ihn aktiviert. Prüfen Sie vorher Rechtestufe und Roh-API-Zugriff.
  • Matomo rät zu einem eigenen Benutzer, der nur die nötigen Rechte hat. Matomo warnt vor Prompt-Injection über Werte wie Seitentitel und rät, lesenden Zugriff zu bevorzugen.
  • Was beim KI-Assistenten ankommt, unterliegt dessen Bedingungen. Nehmen Sie den Anbieter in Ihre Datenschutzerklärung auf und prüfen Sie, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig ist.
  • Bei Claude Desktop brauchen Sie OAuth 2.0. Bei On-Premise gehört dazu das OAuth-2.0-Plugin.

MCP ausführlich erklärt, mit den Fragen, die IT-Abteilungen vor der Anbindung stellen: Ratgeber „Was ist MCP?“

Was ein MCP-Server ist und wie wir ihn bauen: MCP-Server von dectria

Häufige Fragen

Fragen zu Matomo und KI

Gibt es einen MCP-Server für Matomo?
Ja. Matomo bietet einen offiziellen MCP-Server. Laut Matomo ist er in Matomo Cloud enthalten. Bei Matomo On-Premise installieren Sie zuerst das Plugin „MCP Server“. In beiden Fällen schaltet ein Superuser den Server in den Einstellungen selbst ein.
Was kostet das Plugin?
Der Marketplace führt das Plugin als kostenlosen Download für Matomo On-Premise, unter GPL v3+. Für Matomo Cloud nennt Matomo den MCP-Server als enthalten. Die Preise von Matomo Cloud selbst stehen auf der Preisseite.
Wie meldet sich der Assistent an?
Laut Matomo mit einem Matomo-API-Token oder per OAuth 2.0. Das Token erbt die Rechte des Benutzers, der es erstellt hat. Ab Matomo 6 lässt sich beim Erstellen eine Zugriffsstufe wählen. Für OAuth 2.0 braucht On-Premise zusätzlich das OAuth-2.0-Plugin.
Welche Assistenten bringt Matomo mit Anleitungen?
Matomo veröffentlicht Anleitungen für Claude Code, Claude Desktop, ChatGPT im Web, die OpenAI-Desktop-App und Codex CLI, Mistral AI und Microsoft Copilot Studio. Dazu kommt eine allgemeine Anleitung für andere MCP-Clients. Claude Desktop nimmt laut Matomo nur OAuth 2.0 an, kein Token.
Kann der Assistent in Matomo ändern oder löschen?
Standardmäßig ist der Zugriff auf Lesen ausgelegt. Laut Plugin-Beschreibung kann der Server optional Segmente anlegen und ändern. Wenn ein Administrator den Roh-API-Zugriff freigibt, können auch Methoden zum Anlegen, Ändern und Löschen eingeschaltet werden. Matomo empfiehlt, Schreibzugriff nur bei Bedarf zu erlauben.
Wo liegen die Daten?
Laut Preisseite liegen die Daten bei Matomo Cloud in Frankfurt, Deutschland. Bei Matomo On-Premise wählen Sie den Standort selbst. Was ein angebundener KI-Dienst mit den abgerufenen Daten tut, regeln dessen Bedingungen.

Matomo hat einen MCP-Server.

Wir helfen, ihn sicher einzuführen.

Welche Assistenten erlaubt sind, welche Rechte sie bekommen, was sie ändern dürfen und wie das zu Ihrem Datenschutz passt.

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