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DocuWare und KI: Gibt es einen MCP-Server für DocuWare?

Keinen offiziellen MCP-Server gefunden. Dafür laut DocuWare die Aura API mit OpenAPI-Beschreibung, nur in der DocuWare Cloud, und mehrere Server von Dritten.

DocuWare und KI auf einen Blick

Offizieller MCP-Server Nicht gefunden
MCP-Server aus der Community Ja, sniner/docuware-mcp und Ksqsee/DocuwareMCP, dazu laut Anbieter kommerzielle Dienste, etwa von EDV Consulting Zoichter
Schnittstelle Platform REST API für Cloud und On-Premises, dazu laut DocuWare die Aura API nur in der Cloud
KI im Produkt DocuWare Aura in der DocuWare Cloud, laut DocuWare vorerst nicht für On-Premises
Hersteller DocuWare GmbH Dokumentenmanagement

Stand: November 2026. Geprüft an den Quellen des Herstellers, siehe Quellen.

DocuWare (DocuWare GmbH, Germering) ist eine Software für Dokumentenmanagement und Workflows. Laut DocuWare gehört sie seit 2019 zu Ricoh und arbeitet als eigenständige Tochter. Wer einen KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT mit Dokumenten aus DocuWare arbeiten lassen will, fragt zuerst: Gibt es dafür einen MCP-Server?

Kurz gesagt

Einen offiziellen MCP-Server von DocuWare haben wir nicht gefunden. DocuWare bietet aber die Aura API an. Mit ihr können externe Anwendungen und KI-Agenten Fragen an DocuWare Aura stellen oder Dokumente abrufen. Laut DocuWare gibt es sie nur in der DocuWare Cloud. Dazu kommen Server von Dritten.

Was DocuWare selbst anbietet

DocuWare Aura. Laut DocuWare beantwortet der KI-Assistent Fragen in natürlicher Sprache, fasst Dokumente zusammen und vergleicht sie. Er durchsucht nur die Archive des Unternehmens und beachtet die Zugriffsrechte. Laut Knowledge Center braucht Aura die DocuWare Cloud und den neuen Web-Client. Für On-Premises-Systeme gibt es Aura vorerst nicht, und laut Pressemitteilung folgt eine On-Premises-Version des neuen DocuWare später. Jede Cloud-Organisation hat ein Freemium-Kontingent, in der Konfiguration sind es 5.000 indexierte Dokumente.

Die Aura API. Laut Knowledge Center hat sie eine Abfrage-Schnittstelle, eine Retrieval-Schnittstelle (nur die passenden Dokumente, die Antwort erzeugt eine andere Anwendung) und eine allgemeine Sprachmodell-Schnittstelle. Die Beschreibung liegt als Swagger-Seite in der eigenen Cloud. Die Anmeldung läuft mit einem JWT des DocuWare Identity Service. Aufrufe verbrauchen Aura Credits. Einen MCP-Server nennt die Seite nicht. Sie beschreibt den Weg über den Import der OpenAPI-Beschreibung in eine Agent-Plattform.

Die Platform REST API. Laut DocuWare ist der Platform Service ein fester Teil von DocuWare, für Cloud und On-Premises. Die Entwicklerdokumentation nennt dazu eine .NET-API.

Was Dritte anbieten

  • sniner/docuware-mcp ist ein Open-Source-Server (BSD-3-Clause). Laut README ist er ein unabhängiges Projekt ohne Verbindung zur DocuWare GmbH. Er bietet sechs Werkzeuge, alle zum Lesen (laut Quellcode): Archive auflisten und beschreiben, suchen, Dokument und Dokumenttext lesen, Status. Er läuft über stdio oder Streamable HTTP. Der HTTP-Endpunkt prüft laut README keine Anmeldung. Die Zugangsdaten kommen als Benutzer und Passwort oder als OAuth2-Client mit einer App-Registrierung (ab DocuWare 7.10).
  • Ksqsee/DocuwareMCP läuft laut README als Cloudflare Worker und wird in Claude als eigener Connector eingetragen. Nutzer melden sich mit ihrem DocuWare-Login an, nur lesend. Das setzt laut README Benutzername und Passwort voraus, nicht nur Anmeldung per Microsoft-SSO. Das Repository eines einzelnen Autors besteht seit 08.10.2026. Wir haben es nicht getestet.
  • EDV Consulting Zoichter GmbH, nach eigenen Angaben Dienstleister für DocuWare, bietet einen MCP-Connector an, den sie für Cloud-Kunden als Dienst betreibt. Er steht auch DocuWare-Partnern offen. Laut Zoichter läuft er mit Claude, ChatGPT und anderen MCP-fähigen Assistenten, begann lesend und zeigt seit Oktober 2026 Workflow-Aufgaben an und kann Indexfelder und Dateien in dafür freigegebenen Aktenschränken ändern. Konditionen und Preise nennt die Seite nicht.
  • AnythingMCP bietet einen gehosteten DocuWare-Connector für Claude, ChatGPT und Copilot an, mit 7 Tagen Test. Laut Anbieter hat er 7 Werkzeuge, alle nur lesend. Die Plattform lässt sich laut Anbieter auch selbst betreiben, der Code steht auf GitHub unter AGPL-3.0. Ob DocuWare den Connector kennt oder prüft, sagt die Seite nicht.

Keiner dieser Server kommt von DocuWare. Das GitHub-Repository evallesv/dw_mcp hat nur README und Lizenz, ohne Code.

Wo liegen die Daten

Laut DocuWare speichert die DocuWare Cloud Daten je nach Datenschutzregion in der EU oder in den USA (laut White Paper auch in Japan und Australien/Neuseeland), dreifach gespiegelt und zusätzlich an einem zweiten Ort in derselben Region. Welche Region Ihre Organisation hat, steht in Ihrem Vertrag. Zu Aura nennt das White Paper von DocuWare: Für Kunden in der Region EMEA liegen Speicherung und Verarbeitung in der EU. Die Anfragen von EU-Kunden laufen im kostenlosen Kontingent über Microsoft Azure AI Foundry (EU) und ein Rechenzentrum von VSE NET in Deutschland. Für Kunden in Amerika liegt die Speicherung in den USA. Die Verarbeitung ist laut Tabelle zuerst in der EU, bei vertraglicher Vereinbarung in den USA, danach in den USA. Bei Kunden in Japan und Australien liegt die Speicherung in der eigenen Region, die Verarbeitung laut Tabelle zuerst in der EU und danach in den USA. Anfragen von Freemium-Kunden außerhalb der EU können laut White Paper auch über Azure AI Foundry (USA) laufen. Premium-Kunden außerhalb der EU können ein Paket kaufen, das die Verarbeitung in Europa oder in den USA festlegt. Laut White Paper speichert Aura die Inhalte bei der Verarbeitung nicht und gibt sie an keine Dritten weiter. Für On-Premises-Systeme gilt der Standort Ihres Rechenzentrums.

Was das für Ihr Unternehmen heißt

  • Klären Sie mit Ihrem DocuWare-Partner, in welcher Region Ihre Cloud liegt und welche Aura-Konditionen gelten.
  • Ein Server von Dritten arbeitet mit einem DocuWare-Konto. Legen Sie dafür ein Konto mit Leserechten auf die nötigen Aktenschränke an.
  • Im Archiv liegen oft Rechnungen, Verträge und Personalakten. Prüfen Sie die Berechtigungen, bevor eine KI darauf zugreift. Laut DocuWare suchen die neue Suche und Aura an allen Orten, auf die ein Nutzer Rechte hat, auch wenn der Zugriff bisher nur über Dialoge geregelt war. Aura indexiert für Fragen ohne Dokumentauswahl nur die Aktenschränke, die der Administrator wählt.
  • Prüfen Sie bei Servern von Dritten Betreiber, Lizenz und Pflege, bevor Sie sie im Unternehmen einsetzen.

MCP ausführlich erklärt, mit den Fragen, die IT-Abteilungen vor der Anbindung stellen: Ratgeber „Was ist MCP?“

Was ein MCP-Server ist und wie wir ihn bauen: MCP-Server von dectria

Häufige Fragen

Fragen zu DocuWare und KI

Gibt es einen MCP-Server für DocuWare?
Einen offiziellen von DocuWare haben wir nicht gefunden, weder in den Pressemitteilungen, im Knowledge Center, in der Entwicklerdokumentation noch in der GitHub-Organisation von DocuWare. Es gibt Open-Source-Server von Dritten und kommerzielle Dienste.
Hat DocuWare einen eigenen KI-Assistenten?
Ja. Laut DocuWare ist DocuWare Aura seit der Vorstellung am 28.09.2026 für neue Cloud-Kunden verfügbar, für bestehende Cloud-Kunden mit Version 7.15 ab Mitte Oktober 2026. Laut Knowledge Center gibt es Aura für On-Premises-Systeme vorerst nicht.
Kann ein externer KI-Agent auf DocuWare zugreifen?
Laut DocuWare ja, über die Aura API in der DocuWare Cloud. Sie hat eine Swagger-Beschreibung in der eigenen Cloud, und DocuWare beschreibt den Import in OpenAPI-fähige Agent-Plattformen. Das ist kein MCP-Server. Die Anmeldung läuft mit einem JWT des DocuWare Identity Service.
Wo liegen die Daten in der DocuWare Cloud?
Laut DocuWare liegen die Daten je nach Datenschutzregion in der EU oder in den USA. Laut White Paper kommen Japan und Australien/Neuseeland hinzu. Laut DocuWare-White-Paper verarbeitet Aura Anfragen von Kunden in der EMEA-Region in der EU, mit Microsoft Azure AI Foundry (EU) und einem Rechenzentrum von VSE NET in Deutschland.

Für DocuWare gibt es Server aus der Community.

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